Management in der Gesundheit

Die Arbeitswelt wird immer herausfordernder. Von den Beschäftigten wird mehr Tempo, mehr Flexibilität, bessere Qualität und permanente Lernbereitschaft erwartet. Gleichzeitig zeichnet sich eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit ab. Der Druck auf die ArbeitnehmerInnen steigt, stressbedingte Erkrankungen nehmen stark zu. Auch für die Unternehmen haben diese Entwicklungen Konsequenzen. Um den Herausforderungen gewachsen zu sein, sind sie auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter angewiesen. Gesundheitsförderung im Betrieb ist dabei ein wichtiger Faktor.

Das Konzept der betrieblichen Gesundheitsförderung baut auf einem engen Zusammenhang zwischen Gesundheit und Leistungsfähigkeit auf. Es umfasst, gemäß den Richtlinien des Europäischen Netzwerks „Betriebliche Gesundheitsförderung“, alle gemeinsamen Maßnahmen von ArbeitgeberInnen, ArbeitnehmerInnen und der Gesellschaft. Im Vordergrund steht die Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Dies kann in erster Linie durch die Optimierung betrieblicher Rahmenbedingungen wie Arbeitsstrukturen, Arbeitsabläufe und Führungsverhalten erreicht werden. Die Befähigung der MitarbeiterInnen zu einem gesunden Lebens- und Arbeitsstil ist ebenfalls von Bedeutung.

Die Initiative für gesundheitliche Maßnahmen im Betrieb erfolgt meist durch Geschäftsleitung, Betriebsrat oder Präventivfachkräfte. Häufig wird mit Einzelaktionen begonnen, wie z. B. ein Korb Äpfel für die Pause, Rückentraining, Nordic Walking, Qi-Gong Kurse, Vorträge zu gesunder Ernährung oder Raucherentwöhnung im Betrieb. Dies sind zwar wichtige Beiträge zu einem gesunden Lebensstil, betriebliche Gesundheitsförderung im ganzheitlichen Sinn ist es jedoch noch keine. Für die betriebliche Prävention ist es notwendig, Arbeitsabläufe und Arbeitsbedingungen möglichst frei von krank machenden Faktoren zu gestalten und vorhandene Gesundheitsressourcen im Betrieb zu stärken. Um dies zu erreichen, erfolgt die Einführung von betrieblicher Gesundheitsförderung am besten über ein Projekt oder einen externer Gesundheitsberater, welcher über eine Ist-Analyse des Betriebes einen Maßnahmenkatalog erstellt und bei der Umsetzung der Gesundheitsziele unterstützt.